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31. März 2023 / 20 Uhr / Schauspiel Leipzig/Foyer 1
MEAOISWIAMIA
Ein Abend für Marianne Fritz
Die 1948 geborene und schon mit 58 Jahren gestorbene Marianne Fritz ist die große Unbekannte und sicher legendenumwobenste Autorin der an Legenden gewiss nicht armen österreichischen Literatur. Elfriede Jelinek sagte über sie: »Es ist ein singuläres Werk, vor dem man nur stehen kann wie ein gläubiger Muslim vor der Kaaba. Wahrscheinlich bin ich im Ganzen zu klein für Marianne Fritz …« Schon ihr Debüt »Die Schwerkraft der Verhältnisse« in der berühmten Collection Fischer war ein Ereignis, und als sie 1985 mit dem zwölfbändigen Werk »Dessen Sprache du nicht verstehst« zu Suhrkamp wechselte, erschien zusätzlich gleich ein Einführungsband. »Naturgemäß« I und II erschienen jeweils in fünf dicken Bänden (zusammen über 5000 Seiten), an »Naturgemäß« III, gewissermaßen das Schlussstück eines Altars aus Büchern, arbeitete sie bis zu ihrem Tod. Der Briefwechsel zwischen Marianne Fritz und Siegfried Unseld zu diesem Mammutprojekt ist ein literaturhistorisches Dokument von einer unglaublichen Kraft und Komik - wer die Briefe zwischen Thomas Bernhard und Siegfried Unseld für unüberbietbar gehalten hat, wird hier aus dem Staunen nicht herauskommen.

Aus den unveröffentlichten Briefen lesen eine Schauspielerin und ein Schauspieler des Leipziger Ensembles. Daniela Strigl und Klaus Kastberger, zwei der renommiertesten österreichischen Literaturwissenschaftler, sprechen mit der Autorin Sonja vom Brocke über Marianne Fritz und »Die Schwerkraft der Verhältnisse«. Eine Inszenierung des Werks wird am Folgetag in einem Gastspiel des Burgtheaters Wien am Schauspiel Leipzig zu sehen sein.

Details und Tickets für 5,- EUR unter www.schauspiel-leipzig.de

Veranstaltung in Kooperation mit dem Burgtheater Wien, mit dem Schauspiel Leipzig und »meaoiswiamia - Österreichische Literatur on Tour« im Rahmen des Gastland-Auftritts Österreichs auf der Leipziger Buchmesse 2023


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