Haus des Buches
Literaturhaus Leipzig

Veranstaltungen
© Foto: Gerhard Weber
3. März 2026 / 19 Uhr / Literaturcafé
Ausstellungseröffnung
»Der Augenblick und die Dauer«
Fotografien von Gerhard Weber
Die Fotos dieses Rostocker Fotografen (bitte nicht verwechseln mit dem Grimmaer Kollegen gleichen Namens!) erzählen Geschichten. Als Elfjähriger bekam der 1948 Geborene seinen ersten Fotoapparat. Zwei Jahre später besucht er den Zeichen- und Malunterricht eines verehrten Lehrers am Konservatorium. Früh beginnt er leidenschaftlich zu sammeln: Alte Fotografien seiner Heimatstadt … mit beängstigend umfangreichen Ergebnissen, um die ihn bald das Stadtarchiv beneidet. Seine Schellackplattensammlung ist legendär. Und als er sich eingesteht: Als Maler nur gut zu sein, reicht (ihm) nicht, beginnt er zu fotografieren.

Spätestens 1980 gehört er zum Stadtbild, weil er täglich stundenlang unterwegs ist; zwei Stunden arbeitet er in einem kleinen Privatladen, sodass es gerade reicht, aber Leben, das ist: durch die Stadt spazieren, mit den Leuten reden und fotografieren, mit einer Leica aus den 30er Jahren (bis heute), die zu ihm gehört wie ein Körperteil.

Keine Straße seiner Stadt, die er nicht hundertfach durchmessen hätte, kein Dachboden, auf den die Leute diesen merkwürdigen Überall- Immer wieder-Anwesenden nicht neugierig eingeladen hätten. Dieser Mann hat Zeit, und den Blick eines Malers. Auf seinen Fotos sieht man: spielende Kinder, selbstversunken, körperlich arbeitende Menschen, alte, gegerbte Gesichter, die von ihrem Leben zeugen, Gegenstände und Situationen, die sich vor siebzig Jahren sich abgespielt haben könnten oder gerade eben; in Webers Heimatstadt, in Rom, in Stendal oder Paris.

Eintritt frei

Veranstaltung des Literaturhauses Leipzig e.V.


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