Der Kontakt zum Frankfurter Börsenverein war bald hergestellt. Angesprochen auf das historische Grundstück am Gerichtsweg wurden Befindlichkeiten jener Mitglieder des Börsenvereins geweckt, die Leipzig noch als Mutterstadt und Zentrum des deutschen Buchhandels kennengelernt hatten und nach wie vor hoch verehrten.
Nach intensiven Verhandlungen unterzeichneten der Börsenverein und das Kuratorium Haus des Buches e. V. am 9. November 1993 einen Rahmenvertrag, der eine solide Grundlage für den Bau des „Hauses des Buches“ bildete. Es wurde von einer Gebäudegesellschaft errichtet, die zu 90% der Buchmesse Frankfurt (einer Tochtergesellschaft des Börsenvereins) und zu 10% dem Börsenverein selbst gehört. Die Bau-Investition betrug schätzungsweise 42 Mio. DM. Das Kuratorium beteiligte sich aus rechtlichen Gründen nicht selbst am Bau, sondern leistete eine Mietvorauszahlung auf 20 Jahre hinaus im Wert von acht Millionen DM.
Das Haus des Buches wurde am 20. März 1996 eröffnet und bietet großzügigen Platz für Veranstaltungsräume, ein Ausstellungsfoyer, zahlreiche Büros und für ein Lesecafé.
Das Literaturhaus hat sich im Bewusstsein der Leipzigerinnen und Leipziger wie auch auswärtiger Gäste als Veranstaltungsort etabliert, über 10.000 BesucherInnen kommen jährlich hierher. Mehr als 300.000. Gäste sind es seit der Eröffnung 1996. Es ist einer der wenigen Orte, wo man nicht nur zur Buchmesse, sondern das gesamte Jahr über AutorInnen treffen, mit ihnen diskutieren und neue Bücher für sich entdecken kann – ein Leuchtturm sozusagen im Leipziger Kulturgeschehen.
Bemerkenswert ist, dass jungen Schreibenden und AutorInnen aus der Region ebenso ein Podium geboten wird wie namhaften VertreterInnen der Schreiberzunft, die sich, wie jüngst Christoph Hein, Barbara Honigmann, Daniel Kehlmann, Peter Sloterdijk, Saba-Nur Cheema, Meron Mendel, Ian McEwan, Omri Boehm, die Nobelpreisträgerin Irina Scherbakowa oder die Büchnerpreisträgerin Ursula Krechel, als besondere Publikumsmagneten erwiesen.
Im Jahr 2005 trat das Kuratorium Haus des Buches e. V. dem prominenten Netzwerk der Literaturhäuser Deutschlands, Österreichs und der Schweiz bei. Ziel dieses Netzwerkes ist es, gemeinsame Projekte zu planen und zu koordinieren, deren Finanzvolumen die Möglichkeiten eines einzelnen Hauses übersteigen würde. Eine offizielle Umbenennung in „Literaturhaus Leipzig e. V.“, wie durch den Verbund gefordert, erfolgte im Jahr 2019.
Gründungsmitglieder des Kuratoriums Haus des Buches e. V. im April 1990 waren:
Helmut Bähring, Direktor der Verlagsunion Bibliographisches Institut / Verlag Enzyklopädie Leipzig Prof. Dr. Albert Kapr, em. Hochschullehrer, Buchkünstler und Autor Dr. h.c. Gerhard Keil, Vorsitzender des Philipp-Erasmus-Reich-Klubs Leipzig Prof. Dr. Dieter Nadolski, Direktor des Verlages Edition Leipzig Prof. Helmut Richter, Direktor des Instituts für Literatur „Johannes R. Becher“ Prof. Dr. Helmut Rötzsch, Direktor der Deutschen Bücherei, Leipzig Prof. Dr. Bernd Rüdiger, Direktor der Universitätsbiliothek Leipzig Dr. Wolfgang Tittel, Ratsmitglied für Kultur, Rat des Bezirkes Leipzig
Organe Die Organe des Vereins sind die Mitgliederversammlung und ein ehrenamtlicher Vorstand.
Vorstandsvorsitzende Frau Dr. Stephanie Jacobs Vorstände Herr Prof. Frieder von Ammon Herr Peter Kraus vom Cleff Herr Maximilian Schürmann Herr Prof. Thedel von Wallmoden Herr Oliver Zille
Partner und Förderer Ticketpartner: rausgegangen.de Arte – Medienpartner des Literaturhauses Börsenverein des deutschen Buchhandels Kulturstiftung des Freistaates Sachsen Kulturamt der Stadt Leipzig Bundeszentrale für politische Bildung / bpb Passage Kinos Sächsischer Literaturrat u.v.a.
© 2026 / Literaturhaus Leipzig / Impressum/ Datenschutz
Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig, kontakt@literaturhaus-leipzig.de,
Tel. +49 .341. 30 85 10 86