»Lichtblicke in die Zeitgeschichte« - Lesung mit Iris Wolff
Moderation: Michael Braun
Es ist schon eine kleine Tradition, dass die Gewinner:innen des Literaturpreises der Konrad-Adenauer-Stiftung nach Leipzig eingeladen werden. In der Preisbegründung 2026 heißt es: »Die 1977 in Hermannstadt geborene, im Banat und in Siebenbürgen aufgewachsene, seit 1985 in Deutschland lebende Iris Wolff ist eine Autorin, die mit poetischer Eleganz und szenischer Dichte Lebensformen der Freiheit zur Sprache bringt. Angesichts der Schrecken der Ideologien des 20. Jahrhunderts halten ihre Romane Zeichen von Menschenfreundlichkeit und Werteverbundenheit fest. Sie schildern geschundene Biografien unter dem Eindruck europäischer Geschichte, insbesondere aus der Erinnerungslandschaft des Banat und anderer Regionen Rumäniens vor und nach dem Regime Ceaușescus. Erzählt wird das am Beispiel von Figuren, die fliehen oder auch bleiben, die eine neue Heimat jenseits Rumäniens suchen - und ihre alte Heimat vermissen. Dass es durchweg um Fragen der Zugehörigkeit, um die Vielfalt von Sprachen und Religionen in Europa geht, macht die Romane von Iris Wolff hochaktuell.«
Mit ihrem Roman »Lichtungen«, für den sie den Uwe-Johnson-Preis bekommen hat und mit dem sie auf der Shortlist des deutschen Buchpreises stand, war sie zum Sommerfest 2024 zuletzt bei uns; wir freuen uns, dass wir diesmal mit ihr in der Stadtbibliothek zu Gast sein dürfen, wo sie mit dem Literaturwissenschaftler Michael Braun über ihr Werk sprechen wird.
Eintritt: 10,- / 7,- EUR ǀ Veranstaltung des Literaturhauses Leipzig in Kooperation mit der Konrad-Adenauer-Stiftung und den Leipziger Städtischen Bibliotheken