Die Arbeit an einem Text ist in den meisten Fällen eine solitäre Tätigkeit: nur wenige Vertraute bekommen das Geschriebene zu lesen. Freundinnen und Freunde, Lektorin oder Lektor, irgendwann der Verlag. Bis Leserinnen und Leser den Text vor sich liegen haben, vergeht geraume Zeit.
Unveröffentlicht, die neue Reihe des Literaturhaus Leipzig e.V., bricht mit diesem Muster: Autorinnen und Autoren präsentieren einem auserwählten und exklusiven Publikum den Text, an dem sie gerade arbeiten (unveröffentlicht und unfertig) und möchten darüber ins Gespräch kommen.
Zu Gast in der ersten Ausgabe ist Thomas Brussig mit seinem neuen Romanprojekt. Thomas Brussig, 1964 in Berlin geboren, hatte 1995 seinen Durchbruch mit Helden wie wir. Es folgten u.a. Am kürzeren Ende der Sonnenallee (1999), Wie es leuchtet (2004) und Das gibts in keinem Russenfilm (2015). Seine Werke wurden in über 30 Sprachen übersetzt.