»Bis der Tag anbricht. Literatur übersetzen zwischen Deutsch und Hebräisch«
Anne Birkenhauer & Tali Konas im Gespräch
Zwei renommierte Übersetzerinnen, deren täglich Brot die hebräische und die deutsche Literatur ist, laden zu einem Blick in ihre Werkstätten ein. Was braucht ein Text, damit er sicher von einer in die andere Sprache kommt? Das Deutsche und das Hebräische sind in ihrer Struktur verschieden, und über diese unterschiedliche Sprachstruktur ergibt sich mitunter ein anderes Denken und literarisches Schreiben. Welche Schichten gilt es, bei der Arbeit freizulegen und in der anderen Sprache mit ihren kulturellen, historischen, literarischen und religiösen Referenzen wiederzugeben? Moderation: Anja Kapunkt
Tali Konas, in Israel geboren, studierte Literaturwissenschaften an der Universität Tel Aviv und an der Freien Universität Berlin. Sie ist seit 25 Jahren Übersetzerin und Lektorin von Belletristik aus dem Deutschen ins Hebräische. Unter anderem hat sie Werke von Siegfried Lenz, W.G. Sebald, Herta Müller, Ingeborg Bachmann, Thomas Bernhard und Stefan Zweig ins Hebräische übersetzt.
Anne Birkenhauer, geboren 1961 in Essen, aufgewachsen in Tübingen, studierte in Berlin Judaistik und Germanistik und lebt seit 1989 in Jerusalem. Sie übersetzt Lyrik (Jehuda Amichai, Agi Mishol) und Prosa (David Grossman, Zeruya Shalev, Aharon Appelfeld, Chaim Beer und Tomer Gardi). Mit mehreren Preisen ausgezeichnet; 2018 erhielt sie den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland.
Eintritt: 5,- / 3,- EUR ǀ Anmeldung unter info@faehre-sachsen.de ǀ Veranstaltung des Sächsischen Übersetzervereins »Die Fähre« e.V. ǀ Gefördert durch das Kulturamt der Stadt Leipzig