Im November 2024 ist der mit dem Friedenspreis des deutschen Buchhandels ausgezeichnete algerisch-französische Autor Boualem Sansal bei seiner Einreise nach Algerien inhaftiert worden - trotz seines hohen Alters und seiner schweren Krankheit. Eine wenige Tage später von Leipzig ausgegangene Protestresolution hat weltweit mehr als 27.000 Unterschriften gefunden.
Nach einer ersten Solidaritätsveranstaltung »Freiheit für Boualem Sansal« am 3. Dezember 2024 im Literaturhaus Leipzig, fand eine zweite vor genau einem Jahr, am 1. Juli 2025 im Festsaal des Alten Rathauses statt: Fünfzehn internationale und deutschsprachige Autorinnen und Autoren forderten die Freilassung des »Weltautors« Boualem Sansal als einem »integren Friedensstifter in der besten Tradition der europäischen Aufklärung und des Islam von einst«, als einem »streitbaren Voltaire der Gegenwart«, der es gewagt hatte, die algerische Regierung zu kritisieren.
Nach zahlreichen internationalen Bemühungen, besonders vom Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier, wurde der Autor, der zu fünf Jahren Haft verurteilt worden war, im November 2025 endlich freigelassen.
Unmittelbar nach seiner Freilassung hat er ein Buch über seinen Gefängnisaufenthalt geschrieben, in dem er deutlich macht, dass er mit seiner Begnadigung eigentlich nicht einverstanden ist, weil er einen Freispruch als Urteil eines rechtsstaatlichen Prozesses verlangt.
Alfonso de Toro, ein langjähriger Freund Sansals und Kenner seines Werks, wird den Abend moderieren und mit dem Autor über seine Erfahrungen der letzten Monate sprechen.
Eintritt: 10,- / 7,- EUR ǀ Veranstaltung des Literaturhauses Leipzig e.V., unterstützt durch die Stadt- und Kreissparkasse Leipzig Diese Veranstaltung teilen