»Edgar Selge hat sein Publikum immer erreicht und berührt, als Theaterschauspieler, als Fernsehkommissar, mit 73 jetzt auch als Schriftsteller« (Süddeutsche Zeitung).
Nach dem sensationellen Debüt »Hast du uns endlich gefunden« folgt Selges neuer Roman: Jura Rjabinkin ist sechzehn Jahre alt, als er während der Blockade Leningrads durch die deutsche Wehrmacht verhungert. Er hat ein Tagebuch hinterlassen, das der Erzähler dieses Romans immer wieder liest, sodass er bald glaubt, den Jungen zu kennen. Jura wird zur Romanfigur, wie der Erzähler auch. Ihre Begegnung beginnt vorsichtig und wird im Lauf der Geschichte immer enger. Zwischen den beiden entspinnt sich ein Austausch über Jugend, Träume, Literatur, Mütter, Gewalt, Fremdheit und Nähe, und sie geben einander ihre persönlichsten Geschichten preis. - Edgar Selge setzt dem jungen Menschen Jura Rjabinkin ein Denkmal und lässt ihn für uns lebendig werden. Sein Tonfall ist überraschend, gewichtig und leicht zugleich. (Rowohlt 2026)
Edgar Selge, 1948 geboren, studierte Philosophie und Germanistik in München und Dublin sowie klassisches Klavier in Wien, bevor er seine Schauspielausbildung abschloss. Er gehört zu den bedeutendsten Charakterdarstellern Deutschlands und wurde für seine Arbeit mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.
Eintritt: 10,- / 7,- EUR ǀ Veranstaltung des Literaturhauses Leipzig e.V. Diese Veranstaltung teilen