Schreiben setzt für Daniela Danz einen Dialog zwischen Zeiten und Räumen in Gang: ein politisch hellwaches und poetisch weit ausschwingendes Sprechen, das nach ihren Worten »offen, vielstimmig, widersprüchlich« ist. Gedichte und Prosa, vor allem über ostdeutsche und europäische Gegenden und Geschichte, kartografieren den Raum für diese Verständigung in Freiheit.
In der Reihe, die die Konrad-Adenauer-Stiftung (Bildungsforum Sachsen) in Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus Leipzig seit mehreren Jahren veranstaltet, liest die Preisträgerin der Stiftung 2026 aus neueren Werken. Moderiert wird die Lesung von dem Literaturreferenten der Stiftung, Michael Braun.
Die in Eisenach geborene und in Thüringen lebende Autorin hat sich neben ihren Romanen »Türmer« (2006) und »Lange Fluchten« (2016) vor allem mit dem Essayband »Nichts ersetzt den Blick ins Gelände« (2023) und inzwischen fünf Lyrikbänden einen Namen gemacht. Zuletzt erschien im Wallstein Verlag »Portolan« (2025); der Titel stammt von alten Seekarten, die nur Strömungen und Häfen angeben. Dieser Titel nimmt das Wort für alte Seekarten auf, die das Festland vom Meer aus kartografieren. In diesem Sinne arbeitet Daniela Danz »gegen die vorgezeichneten Wege«. Ihr Gedicht ist ein Ort, der die weißen Flecken von sozialem Gedächtnis und politischer Erinnerungskultur beschreibt.
Eintritt frei ǀ Veranstaltung in Kooperation mit dem Bildungsforum Sachsen der Konrad-Adenauer-Stiftung Diese Veranstaltung teilen