Haus des Buches
Literaturhaus Leipzig

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28. März 2019 / 19.30 Uhr / Literaturcafé
Science Fiction in Filmen der französischen Nouvelle Vague
Vortrag von Werner Stein
Nouvelle Vague ist ein unscharfer Begriff, mit dem die hohe Anzahl von Autorenfilmern erfasst werden sollte, die in den Jahren 1958-60 in Frankreich ihre ersten Spielfilme drehten und zuvor Filmkritiker waren. Es handelte sich um keine kohärente ästhetische Bewegung. - Ihre einzige Gemeinsamkeit blieb der persönliche, nicht auf Perfektion ausgelegte Stil, für den der Einsatz einer mobilen Handkamera charakteristisch war, ebenso eine Vorliebe für das Drehen in Straßen und an echten Lokalitäten, aber auch ein verspielter Hang zu Zitaten, die auf andere Film-, Kultur- und Kunstschaffende verweisen sollten, wozu insbesondere auch Genreliteratur und -film aus dem Umfeld der Science Fiction zählten. So realisierten Jean-Luc Godard (»Alphaville« 1965) und François Truffaut (»Fahrenheit 451« 1966) in unmittelbarer zeitlicher Abfolge ihre utopischen Filme, aber auch Regisseure aus der sogenannten Gruppierung des »Rive Gauche« wie Chris Marker (»La Jetée« 1962) und Alain Resnais (»LAn 01« 1973) brachten Filme hervor, die sich in diesem Kontext verorten lassen.

Werner Stein, geboren 1965, ist Literatur- bzw. Medienwissenschaftler und als Lehrbeauftragter für Deutsch als Fremdsprache und Interkulturelle Kommunikation tätig; er publizierte zum filmischen Kulturtransfer und zu Migrantenfilmen.

Eintritt: 2,- EUR

Veranstaltung des Freundeskreises Science Fiction Leipzig e. V.


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