Haus des Buches
Literaturhaus Leipzig

Veranstaltungen
© Foto: Yvonne Böhler / privat
13. Juni 2019 / 19.30 Uhr / Literaturcafé
LITALIA mit Piero Salabè und Thilo Krause (Peter-Huchel-Preis 2019)
Zweisprachige Lesung und Gespräch
Moderation: Roberta Gado

Der Lyriker Thilo Krause holt die Dinge aus ihrer Alltäglichkeit und bringt sie zum Leuchten. Die Brisanz seiner Dichtung liegt in der Luzidität und Stille der Gedanken, Beobachtungen und Worte. Seine Gedichte sind Wahrnehmung und Konzentration, ein Meditieren beim Tun: beim Kochen, Spazieren oder Reisen. Für sein letztes Werk »Was wir reden, wenn es gewittert« (Hanser 2018) wurde der Autor in diesem Jahr mit dem renommierten Peter-Huchel-Preis für deutschsprachige Lyrik ausgezeichnet.

Mehrfach preisgekrönt ist auch Patrizia Cavalli, die bedeutendste zeitgenössische Dichterin Italiens. Leider wird sie krankheitsbedingt nicht nach Deutschland reisen können. An ihrer Statt wird der zweisprachige Lektor und Dichter Piero Salabè mit seinem druckfrischen Band »Il bel niente« (»Das schöne Nichts«, La Nave di Teseo 2019) zu Gast sein. Piero Salabè, 1970 in Rom geboren, hat in Venedig, London, Rom und München studiert. Seit über 20 Jahren arbeitet er als Übersetzer (u.a. der Lyriker Milo De Angelis und Patrizia Cavalli). Nach seiner Promotion bei Claudio Magris war Salabè bei den Verlagen Antje Kunstmann und Hueber tätig; seit 2008 ist er bei Hanser für das Lektorat der Titel aus dem englischsprachigen Raum, aus Italien, Spanien und Lateinamerika zuständig.

Das Gespräch wird auf Deutsch stattfinden, die Gedichte werden auf Deutsch und Italienisch gelesen, in einem »musikalischen Multilinguismus«, wie Claudio Magris Salabés Werk kürzlich beschrieben hat. Im Gespräch erkunden die Autoren Wege, um die Gedichte in beiden Sprachen zum Klingen zu bringen. Ob auf Italienisch oder Deutsch, im Zentrum von Schreiben und Übersetzen steht gleichermaßen der Versuch, etwas vom Menschen zu bewahren, das uns alle betrifft.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe »LITALIA« findet vom 4. - 6. November eine Elena-Ferrante-Tagung in Leipzig und Halle statt, bei der u.a. Eva Mattes am 4.11. im Literaturhaus Leipzig aus den Ferrante-Romanen lesen wird.

Eintritt frei

Veranstaltung des Centro interdisciplinare di Cultura italiana (CiCi) an der Universität Leipzig und des Literaturhauses Leipzig, gefördert durch das Italienische Kulturinstitut Berlin und die Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia


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