Haus des Buches
Literaturhaus Leipzig

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© Foto: Katharina Grätz
3. Februar 2020 / 19.30 Uhr / Literaturcafé
Kann denn Denken Sünde sein?
Fake Nietzsche
Andreas Urs Sommer im Gespräch mit Thomas Bille
Den Namen ›Friedrich Nietzsche‹ für etwas zu benutzen, was gar kein Nietzsche ist, hat seit den umtriebigen Aktivitäten von Elisabeth Förster-Nietzsche Tradition. Bis heute ist es eine beliebte Attitüde, über das Werk (und gern auch gleich noch über die Person) des weltberühmten Philosophen ein Urteil zu fällen - mitunter auch ohne dessen Denken näher zu kennen. Blüten eines solchen Umgangs, genauer gesagt, falsche Nietzsche-Zitate, hat der Schweizer Philosoph und Nietzsche-Experte Andreas Urs Sommer in einem Kapitel seines Buches »Nietzsche und die Folgen« zusammengetragen. Und damit dem Kaleidoskop der Rollen, die Nietzsche heute auf den Feldern der Literatur, der bildenden Kunst, der Religion und Politik spielt, eine weitere Facette hinzugefügt.

Andreas Urs Sommer, Jahrgang 1972, lehrt Philosophie an der Universität Freiburg und leitet die Forschungsstelle Nietzsche-Kommentar der Heidelberger Akademie der Wissenschaften. Neben zahlreichen Arbeiten zu Nietzsches Werk und Wirkung u.a.: »Lexikon der imaginären philosophischen Werke« (2013), »Werte. Warum man sie braucht, obwohl es sie nicht gibt« (2016). Und - zusammen mit Matthias Politycki - »Haltung finden. Weshalb wir sie brauchen und trotzdem nie haben werden« (2019).

Thomas Bille, Jahrgang 1961, Journalist, arbeitet seit mehr als 25 Jahren für MDR Kultur als Moderator. Aber man kennt ihn auch als Gesprächspartner, zum Beispiel der »Leipziger Gespräche« sowie als Interpreten des Kinderbuch-Klassikers »Der kleine Nick«.

Eintritt frei

Veranstaltung des Jungen Literaturhauses e.V.

Gefördert durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und das Kulturamt der Stadt Leipzig. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

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