Haus des Buches
Literaturhaus Leipzig

Veranstaltungen
© Foto: Gaby Waldek
23. April 2020 / 18.30 Uhr / Festsaal im Alten Rathaus
Abgesagt: »Hineingeboren – herausgeschrieben«
Ein Ersatztermin wird bekanntgegeben.
30 Jahre nach dem Mauerfall stellt sich zunehmend die Frage, was von der Literatur bleibt, die in der DDR geschrieben wurde, von Autorinnen und Autoren, die dort gelebt haben, und welche Bedeutung der Mauerfall für die deutsche Literaturgeschichte eigentlich hat: Bildet er eine Zäsur, markiert er gar eine Zeitenwende, oder ist er eher als ein Zwischenstopp zu begreifen? Diese Fragen sind umso dringlicher, als sich mittlerweile eine jüngere Generation von Schriftstellerinnen und Schriftstellern etabliert hat, die zwar noch in die DDR - mit dem Gedicht Uwe Kolbes gesprochen - »hineingeboren« wurde, sich aber längst aus ihr herausgeschrieben hat, ohne dabei jedoch den produktiven Dialog mit ihren keineswegs verstummten Vorgängerinnen und Vorgängern sowie die Beschäftigung mit Themen und Formen aufzugeben, die mit dem Land ihrer Herkunft verbunden sind. Dauert - so ließe sich pointiert fragen - die Literaturgeschichte der DDR also noch immer an, obwohl der Staat DDR schon längst nicht mehr existiert?

Darüber diskutieren folgende Schriftstellerinnen und Schriftsteller in zwei Podiumsrunden:

I. Der Mauerfall: Zäsur, Zeitenwende, Zwischenstopp?

Mit Volker Braun, Friedrich Dieckmann, Katja Lange-Müller und Irina Liebmann. Moderation: Thorsten Ahrend

II. Gibt es eine »Post Ost«-Poetik?

Mit Judith Schalansky, Kathrin Schmidt, Ingo Schulze und Lutz Seiler. Moderation: Frieder von Ammon

Die Podiumsrunden finden nacheinander statt. Dazwischen gibt es eine kurze Pause.

Mit dieser Veranstaltung findet erstmals die »Leipziger Debatte über Literatur« statt. Die Reihe wird alljährlich mit wechselnden Themen fortgesetzt.

Eintritt frei. Anmeldung erbeten unter 0341 30 85 10 86 oder kontakt@literaturhaus-leipzig.de

Veranstaltung der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, des Dezernats Kultur der Stadt Leipzig und des Literaturhauses Leipzig. Gefördert durch den Freistaat Sachsen aus dem Förderprogramm »Revolution und Demokratie« und durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.


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