Haus des Buches
Literaturhaus Leipzig

Veranstaltungen
© Foto: Lenka Hatašová / privat
12. November 2020 / 19.30 Uhr / Literaturcafé
Shared Heritage - gemeinsames Erbe
Kulturelle Interferenzräume im östlichen Europa als Sujet der Gegenwartsliteratur
Kateřina Tučková und Slobodan Šnajder im Gespräch mit Hans-Christian Trepte
Für Kateřina Tučková war es ein »Schock«, von der gemeinsamen deutsch-tschechischen Vergangenheit ihrer Geburtsstadt Brünn/Brno zu erfahren, die der »Brünner Todesmarsch« jäh beendete: In der Besatzungszeit durch Nazideutschland gedemütigt, unterdrückt, tyrannisiert, versuchten die Tschechen, sich der Deutschen so schnell es geht zu entledigen. Diese Geschichte macht Tučková am Einzelschicksal von Gerta, der Titelfigur ihres Romans, fest und gibt »Interferenzräumen« ein konkretes Gesicht (KLAK 2019, dt.: Iris Milde).

Der kroatische Schriftsteller Slobodan Šnajder hält die ambivalente Verbundenheit mit zwei Kulturen am Beispiel seiner eigenen Familie fest. Seine Authentizität bezieht Šnajders Roman »Die Reparatur der Welt« durch die Quellen: Gespräche mit den Eltern, den familiären Nachlass (Zsolnay 2019, dt.: Mirjana und Klaus Wittmann).

Kateřina Tučková, geb. 1980 in Brünn/Brno, ist Schriftstellerin, Dramatikerin, Publizistin, Kunsthistorikerin und Ausstellungskuratorin.

Slobodan Šnajder, geb. 1948 in Zagreb, langjähriger Chefredakteur der Theaterzeitschrift »Prolog«, schreibt Prosa, Essays und vor allem Theaterstücke. Seit 2001 ist er Intendant des Theaters der Jugend in Zagreb/Kroatien.

Eintritt frei. Anmeldung erforderlich unter 0341 30 85 10 86 oder tickets@literaturhaus-leipzig.de

Die Veranstaltung des Deutschen Kulturforums östliches Europa und des Literaturhauses Leipzig e. V. ist Teil der Reihe »Shared Heritage - gemeinsames Erbe«, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen der EU-Ratspräsidentschaft.


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