Haus des Buches
Literaturhaus Leipzig

Veranstaltungen
© Foto: ZAK/privat/Andreas Langfeld/Gaby Waldek
23. November 2020 / 19.30 Uhr / Literaturcafé
»Vom Unbehagen in der Fiktion«
Gespräch mit Paula Diehl, Hanna Engelmeier, Josef Haslinger und Guillaume Paoli
Moderation: Jörg Plath
Was hat Didier Eribon mit Margarete Stokowski zu tun? Annie Ernaux mit Saša Stanišić? Oder Maggie Nelson mit Karl Ove Knausgård? Bei allen Unterschieden haben ihre Bücher eines gemeinsam: Sie entziehen sich den gängigen Schablonen wie Roman, Erzählung, Biografie, Dokumentation, Enthüllung oder Historie. Sie sind weder nur Fiction noch klassische Non-Fiction. Und klar ist, sie werden momentan sehr gerne und viel gelesen. LeserInnen bevorzugen gegenwärtig Geschichten, die durch persönliches Erleben beglaubigt sind oder zumindest scheinen. Authentizität ist ein Begriff, der dafür immer wieder geltend gemacht wird. Es geht um Geschichten, in denen das Medium der Selbsterkundung auch eines der Beschreibung von Gesellschaft ist. So auch in Josef Haslingers aktuellem Buch »Mein Fall« (S. Fischer 2020), in dem er von seiner Zeit als Schüler im Sängerknabenkonvikt Zwettl erzählt, von Gewalt und sexuellem Missbrauch in der katholischen Kirche.

»Vom Unbehagen in der Fiktion« ist eine Veranstaltungsreihe des Netzwerks der Literaturhäuser. Eine Woche lang diskutieren in sieben Städten AutorInnen, KritikerInnen, WissenschaftlerInnen u. a. darüber, was dieser Boom autobiografischen, autofiktionalen und dokumentarischen Erzählens mitsamt all seinen Fallstricken bedeutet. Inwiefern verändert er das Verhältnis von Literatur und Politik?

Es diskutieren die Politikwissenschaftlerin Paula Diehl, die Autorin und Kulturwissenschaftlerin Hanna Engelmeier, der Schriftsteller Josef Haslinger und der Essayist Guillaume Paoli.

Eintritt: 5,- / 3,- EUR. Anmeldung erforderlich unter 0341 30851086 oder tickets@literaturhaus-leipzig.de

Die Veranstaltung ist eine Kooperation des Netzwerks der Literaturhäuser e.V., der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb und des Literaturhauses Leipzig e. V., gefördert durch das Kulturamt der Stadt Leipzig


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Ticketanfragen

Kartenvorbestellungen nehmen wir zwischen 9 und 16 Uhr unter der Telefonnummer +49 .341. 30 85 10 86 gern entgegen. Zu ausgewählten Veranstaltungen (siehe Programm) findet ein Kartenvorverkauf an der Rezeption im Haus des Buches statt.

Reservierungen auch unter tickets@literaturhaus-leipzig.de


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